Zu Fuß laufe Ich noch einige Schritte, bevor Ich meinen Rucksack strahlend vor dem „Fin del Mundo“-Schild zu Boden fallen lass. Ich war dort – Am Ende der Welt!

In dem Dokumentenbeutel befinden sich darin nur noch mein internationaler Führerschein und ein AirTag – das gesamte Geld fehlt! Ich wurde bestohlen!

Zu meinem Glück hat der Supermarkt gerade 1kg-Säcke mit Haferflocken im Angebot – mit denen lässt sich mein Kalorienbedarf recht einfach – wenn auch nicht gerade abwechslungsreich – decken.

Die Region um Salto ist bekannt für ihre Thermalquellen – mindestens fünf verschiedene Thermalbäder gibt es über die Stadt und ihre Nachbarorte verteilt.

Am Abend spielen wir bei ein paar Dosen Bier mit einigen Leuten auf der Terrasse eine paraguayische Monopoly-Version, die Joe aus einem Schrank in dem Hostel ausgegraben hatte.

Ich schlage mich durch die Äste und stehe wenig später am oberen Ende des Salto Cristal – ein rostiges Schild warnt vor der 50m hohen Abbruchkante. Super den Wasserfall hatte Ich gefunden! – aber wie kam Ich jetzt nach unten?!

Breiter als die Victoriafälle, höher als die Niagara-Fälle zählt das Wasserfallsystem „Cataratas do Iguaçu“ zu einem der größten und beeindruckendsten der Welt

Ein Strahlen zaubert sich auf mein Gesicht – hier zu stehen war surreal! Jene weltberühmte Sehenswürdigkeit mit eigenen Augen zu sehen und zu realisieren, wie weit Ich es inzwischen geschafft hatte.

Eine Stunde später stapfe Ich aus dem Busbahnhof „Novo Rio“ und beginne zu strahlen, als Ich winzig klein auf einem Berg am Horizont die Christusstatue entdecke – da war Ich nun: Rio de Janeiro!

In dem Strand-Ort wimmelt es nur so von Backpackern. Mindestens jeder Zweite läuft einen „Matcha-Latte“ schlürfend mit einem Surfbrett unter dem Arm durch die Innenstadt, ist braungebrannt und tätowiert.