Innerhalb von Sekunden schießt der Wind von um die zehn auf fast 30 Knoten. Unser Boot gerät immer mehr in Schräglage. Mike kommt an Deck, brüllt irgendetwas und übernimmt dann das Steuer.

Der Ankerplatz ist genau das, was man sich unter der Südsee vorstellt. Traumhaftes klares Wasser, das in zahlreichen Blautönen schimmert, grüne Kokospalmen und weißer Sandstrand.

Am Nachmittag kommen die spektakulären Felsklippen der Bucht von Hanavave sichtlich näher. Die Bucht wird in sämtlichen renommierten Rankings, als einer der schönsten Ankerplätze der Welt gelistet – nicht ohne Grund!

Noch während ich vor mich hin schwärme, ploppt auf meinem Sperrbildschirm auch schon die Nachricht „Hi Felix. The position is yours!“ auf – ich mache Freudensprünge!

Zwar lag die eigentliche Pazifiküberquerung nun hinter mir, aber geografisch gesehen war ich noch mitten im Pazifik … und ich hatte noch keinen festen Plan, wie ich von hier weiterkäme!

eit mehr als drei Wochen hatte ich kein Land mehr gesehen, nur ein einziges Mal waren wir auf unserer Überfahrt einem anderen Schiff begegnet, der Ausblick war jeden Tag derselbe: Blau, blau und noch mehr blau!

Die Sonne heizt den kleinen Raum in kürzester Zeit auf saunaähnliche Temperaturen auf, die Luft ist stickig. Durchgehend neigt sich der Raum in jede beliebige Richtung – teils um bis zu 45 Grad!

Die kleine elektrische Ankerwinsch surrt nur einmal kurz, dann fliegt die Sicherung raus. Betretenes Schweigen tritt ein. Und nun?

Zwischen den Inseln des Archipels hindurch schlängeln wir uns in Richtung des offenen Meeres. Vor uns lag der größte Ozean unseres Planeten, 7500 Kilometer nichts als blaues Wasser trennten uns von den Marquesas-Inseln.

Zum ersten Mal ist unsere Crew an diesem Abend vollständig – sobald alle Einkäufe gemacht waren und der Wind günstig stand, könnte es losgehen!