Langsam tuckern wir, den kleinen Motor auf Maximalgeschwindigkeit gedreht, durch die Bucht und schließlich unter der „Puente Atlántico“ hindurch in den Kanal rein. Wenig später taucht das erste Schleusenpaar vor uns auf.
Wir fahren mitten durchs Paradies! Türkisblaues Wasser, unzählige kleine Inseln mit weißen Sandstränden und Kokospalmen. Immer neue Inseln tauchen auf, eine traumhafter als die andere.
Durch den Darién Gap führt eine der riskantesten Flüchtlingsrouten der Welt – nur die wenigsten Migranten schaffen es auf die andere Seite, viele werden ausgeraubt, vergewaltigt oder sogar ermordet.
Gemeinsam ziehen wir weiter durch die ausgestorbenen Straßen Bogotás – selbst dort, wo die letzten Tage immer Trubel herrschte, war es nun still und leer.
Davon, dass heute Weihnachten ist, merke ich nicht viel: Abgesehen von den Unmengen an glitzernder und blinkender Weihnachtsdekoration geht das Leben hier an Heiligabend ohne große Einschränkungen weiter.
Unzählige Muränen, gut getarnte Steinfische, ein Flötenfisch und sogar einem Oktopus begegnen wir. Mitten im Tauchgang zieht auf einmal ein großer Schatten vor uns entlang.
Nur etwa 1000 Kilometer von den weltberühmten Galapagos-Inseln entfernt, soll es um Puerto López herum einige der bemerkenswertesten Tauchspots in Südamerika geben.
Immer wieder geht es durch schmale, unbeleuchtete, oftmals einspurige Tunnel – mehr als 30 Stück an der Zahl – die per Hand in den rohen Fels gesprengt wurden.
Durch die Dunkelheit stapfe ich zur genannten Adresse und treffe auf freundliche Feuerwehrleute, die mir, als ich sie nach einem Schlafplatz frage, bereitwillig ein Bett in ihrem Mannschaftsraum anbieten.
Es dauert keine fünf Minuten, bis ich stolzer Besitzer eines klapprigen Mountainbikes bin. Schnell stelle ich fest, dass mein Vorhaben deutlich anstrengender werden könnte als gedacht










