Die Salomonen: Abseits der Barfußroute
Minute um Minute zähle ich die Zeit herunter, bis endlich das Licht in Mikes Nasszelle angeht und baldige Erlösung verspricht. Just in dem Moment hört der Regen natürlich auf!
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Minute um Minute zähle ich die Zeit herunter, bis endlich das Licht in Mikes Nasszelle angeht und baldige Erlösung verspricht. Just in dem Moment hört der Regen natürlich auf!
Das Wasser ist glasklar, die Lichtkegel unserer Lampen zeichnen sich in dem dunklen Wrack ab. In 30 Metern Tiefe treffen wir schließlich auf einen großen halboffenen Raum.
Lediglich ein kleiner Spalt unter der Felswand am Ufer fällt auf. „Das muss sie sein!“, freue ich mich.
Bald nach unserer Ankunft geht die Sonne unter und die glühende Lava zeichnet sich gegen den dunklen Nachthimmel ab.
Mit tuckerndem Motor verlassen wir die Bucht, Wind ist kaum. Wir haben es etwa sechs Seemeilen weit geschafft, als es aus unserem Motorraum plötzlich raucht.
Nachdem wir den halben Hafen abgesucht haben, kommen wir auf die Idee auch in den Bars zu gucken – und tatsächlich: In der nächstgelegenen Bar sitzt Mike mit einem Piña Colada in der Hand. „Wo wart ihr denn solange?“
Vorsichtig tasten wir uns durch das Riff an dessen Kante, atmen noch einmal tief durch und wagen dann mit Vollspeed den Weg über die Riffkante.
Die Berichte über die genaue Position und darüber, wie viel von dem Wrack noch zu sehen ist, variieren, es gibt also nur einen Weg: Es selbst herauszufinden!
Wie gewohnt drücke ich den Knopf, um den Anker zu heben, unmittelbar setzt sich die Ankerkette in Bewegung, dann stoppt sie plötzlich und das Surren der Winsch verstummt. Ich drücke erneut und erneut … nichts!
Fidschi hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Wetter, Landschaft und Temperatur und Wasserfarbe gleichen hier eher Nordeuropa als einem Tropenparadies.
